UMA: Unbegleitete Minderjährige Asylsuchende

Die Abkürzung UMA steht für Unbegleitete Minderjährige Asylbewerber. Das sind Flüchtlingskinder unter 18 Jahren, die nicht in Betreuung eines Elternteils oder sonst einer erziehungsberechtigten Person unterwegs sind. Diese Kinder können aus unterschiedlichen Gründen auf der Flucht sein: Flucht vor Gewalt und Unruhen, auf der Suche nach Arbeit, oder weil sie Opfer von Menschenhändlern wurden.

In den vergangenen fünf Jahren haben sich die Zahlen der UMA in der Schweiz mehr als verzehnfacht. So waren es im Jahr 2010 235 Minderjährige ohne Begleitung, die in der Schweiz ein Asylgesuch stellten, im vergangenen Jahr waren es bereits 2736. Am rasantesten sind die Zahlen zwischen 2013 und 2014 gestiegen. Innerhalb eines Jahres gingen 2’000 Asylgesuche mehr als im Vorjahr ein.
2015 waren also beinahe 7% aller Asylsuchenden in der Schweiz minderjährig und ohne Betreuungsperson. Die meisten kommen aus Eritrea, Afghanistan, Syrien und Somalia.

 
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Oft sind diese Kinder sehr traumatisiert. Aufgrund ihres Alters überfordert das Asylverfahren viele von ihnen. Aus diesem Grund ist besondere Vorsicht und Geduld erforderlich. Bei allen Entscheidungen, die getroffen werden, steht das Kindeswohl an oberster Stelle. Im Schweizer Asylverfahren sind spezifische Massnahmen für die besondere Situation von UMA vorgesehen. Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche viel Unterstützung und Schutz erhalten, damit sie ihre Persönlichkeit richtig entfalten können.


UMA in Aarau
Vor einem Jahr wurde in einer Liegenschaft in Aarau eine Unterkunft für unbegleitete minderjährige Asylsuchende eröffnet. Man wollte die Minderjährigen nicht in den gleichen Unterkünften wie die Erwachsenen beherbergen. Dort versucht man den speziellen Betreuungsbedürfnissen der Kinder und Jugendlichen gerecht zu werden. Die UMA sollen nicht mehr ohne besondere Betreuung und Tagesstruktur leben, sondern beginnen sich zu integrieren und einen Alltag zu bilden. In der Liegenschaft in Aarau besuchen die unter 16-Jährigen einen Einschulungsvorkurs, um danach die Regelschule besuchen zu können. Diejenigen, die älter als 16 Jahre alt sind, absolvieren ein Praktikum oder sind in einem Beschäftigungsprogramm.
Letztes Jahr wurden dem Kanton Aargau fast 80 UMA zugewiesen. Einige der jungen Asylbewerber sind auch bei Pflegefamilien oder Verwandten untergebracht.

Wir würden uns freuen, diesen jungen Menschen einen Besuch abstatten zu dürfen, mit ihnen ein Gespräch zu führen und sie auf unsere Weise zu unterstützen.

 

Alles Liebe,

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