Die Sprache als Türöffner

Sehr wichtig für eine gute Integration in der Schweiz ist das Lernen der Deutschen Sprache. Es ist die Basis um sich zu Verständigen, Kontakte zu knüpfen, eine Arbeit zu finden und sein Leben selbstständig in die Hand zu nehmen.

Laut der Schweizerischen Flüchtlingshilfe ist es ein grosser Vorteil für die Flüchtlinge, mit einer Deutschsprachigen Familie zusammenzuleben. Wenn man mit Einheimischen zusammenlebt, lernt man schneller Deutsch, man hat eine Tagesstruktur und „lebt nicht einfach so in den Tag hinein“. In der Schweiz sind die Tage oft geplant und strukturiert, und auch dies muss zuerst gelernt sein. Es dauerte allerdings länger als erwartet, bis sich die Flüchtlinge in der Deutschen Sprache verständigen konnten, wie eine Familie aus Siebenthal dem Schweizer Radio und Fernsehen berichtete. Da viele Flüchtlinge nur kurz oder gar nicht zur Schule gegangen sind, muss zuerst das Lernen erlernt werden. Zudem haben wir ein komplett anderes Schriftsystem als beispielsweise eine arabische Sprache.
Eine Flüchtlingsfamilie aufzunehmen sei auch anstrengend, man verständige sich mit Händen und Füssen und ohne Dolmetscher sei es fast unmöglich, sich richtig zu verständigen. Trotzdem würde diese Familie eine solche Erfahrung auf jeden Fall weiterempfehlen, es sei ein bereicherndes Erlebnis.

Die Anfrage von Pflegefamilien sei in letzter Zeit etwas zurückgegangen, vermutlich auch, weil das Thema in den Medien nicht mehr so präsent ist, wie auch schon.

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Kinder, die ihr halbes Leben auf der Flucht waren, oder sogar auf der Flucht geboren wurden, sind nur kurz oder nie zur Schule gegangen. Daher haben sie auch die einfachsten Dinge nie gelernt.

„Damit meine ich nicht Kopfrechnen oder Lesen, sondern Grundsätzliches wie Anstehen für ein Blatt Papier.“   Gülsha Adilji, Aargauer Zeitung, 4.Juli 2016

Die Kinder handeln nach ihren eigenen Regeln und Impulsen und sind ständig auf der Suche nach Aufmerksamkeit. Es fällt ihnen schwer, sich zu konzentrieren. Dies ist uns auch bei unserem persönlichen Besuch in Athen aufgefallen. Die Kinder lechzen nach ungeteilter Aufmerksamkeit.

In einigen Flüchtlingslagern helfen Hilfsorganisationen, Schulen für Kinder aufzubauen und ihnen somit wieder eine Perspektive zu bieten.
In der Schweiz hat man neun Jahre eine obligatorische Schulzeit. Dies ist eine wichtige Basis für das Leben und für uns eine Selbstverständlichkeit; in anderen Ländern ist es ein Luxus.

Alles Liebe,

Jil&LaraA

Quellen:
Kolumne von Gülsha Adilji, AZ, 4.Juli 2016
http://www.srf.ch/radio-srf-3/aktuell/fluechtlinge-privat-aufnehmen-nun-brauchen-wir-eine-pause,5. Juli 2016

 

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